Meine GLS Bank

Schon seit Jahren führe ich ein Girokonto bei der GLS Bank. Als Kunde konnte ich die Entwicklung dieser sozial-ökologischen Bank mitverfolgen.

Seit der Bankenkrise und der Niedrigzinsphase hat die GLS Bank gemeinsam mit ihren Mitgliedern und Kunden noch intensiver an konkreten Möglichkeiten in der nächsten Zukunft gearbeitet. Einen Einblick dazu gibt der GLS Bank-Blog.

Wie bei kaum einer anderen Bank wird hier über Sinn und Zweck von Geldinstituten sehr konkret diskutiert. Das ist äußerst spannend. Und es zeigt die Möglichkeiten, die eine Bank in unserer Zeit hat, um den Menschen und nicht den Profit in den Mittelpunkt zu stellen.

Wie immer, wenn es um nachhaltige und menschenfreundliche Produkte geht – wie etwa bei guten Lebensmitteln, Kleidung, und vielem mehr – muss ich als Verbraucher einen höheren Preis für diesen Mehrwert zahlen. So ist auch das Konto für mich etwas teurer. Doch dafür bekomme ich im Grunde unbezahlbare Vorteile: Das Geld wird bei der GLS Bank nach sozialen und ökologischen Kriterien angelegt.

Die Bank wächst seit Jahren kontinuierlich. Doch wenn man die Kundenzahl mit der herkömmlicher Banken vergleicht, ist es schon verwunderlich, fast beschämend, wie wenig Menschen sich für eine solche Bank entscheiden.

Endlagerung atomarer Abfälle

Die Reise zum sichersten Ort der Erde

Der GAU im Atomkraftwerk von Tschernobyl ist jetzt 30 Jahre her. Vor diesem Hintergrund zeigt Arte eine Reportage zum Thema „Endlagerung“ der weltweit angehäuften hochradioaktiven Abfälle.

Seit den 1950er Jahren wird Atomkraft zur zivilen Energiegewinnung genutzt. Doch eine Lösung zur sicheren Lagerung der dabei entstehenden radioaktiven Abfälle steht bis heute aus. Eigentlich unglaublich, wenn man bedenkt, daß diese „Hinterlassenschaften“ zig Generationen in den nächsten Jahrtausenden bedrohen, und daß Behörden Betriebsgenehmigungen erteilt haben, ohne dieses „Abfallproblem“ zu lösen (was eigentlich Aufgabe des Betreibers sein müßte)!

Mich bewegt dieses Problem seit Jahrzehnten. Und auch nach diesem Film bleibt die Gewißheit, daß sich weder AKW-Betreiber noch Politiker noch Wissenschaftler ernsthaft den Kopf darüber zerbrechen. Ja, es sind schon ganze Generationen „Verantwortlicher“ weg vom Fenster, deren einziges Ziel es war, das Problem auf die nächste Generation zu verschieben. Und: das Thema bleibt aktuell, es werden weltweit neue AKW’s gebaut. Bedarf es da noch eines Kommentars?

Eine sehr sehenswerte Dokumentation mit tiefen Einblicken in das Denken der Herrschenden und der Profitgeier. Sorry, anders kann ich das nicht sagen… für eine gesunde Welt 😉

voll verzuckert

Ein australischer Regisseur hat einen Film über unseren Zuckerkonsum gedreht. Die x-te Zeigefinger-schlechtes-Gewissen-Orgie über ein Thema, das uns doch allen bekannt sein dürfte?

Er dokumentiert einen Selbstversuch, bei dem er industriellen Zucker für 60 Tage völlig mied und stattdessen nur zu „gesunden“ Nahrungsmitteln griff. Das Ergebnis: 40 Teelöffel Zucker täglich aus solchem „Wellness-Food“. Das gibt zu denken.

Landraub

Es sind gerade die Nachrichten, die keinen Platz in den „Nachrichten“ finden, die unsere Welt verändern. Ein Beispiel ist die Entwicklung der industriellen Landwirtschaft auf globaler Ebene. Hier spielt sich – von der Öffentlichkeit kaum bemerkt – ein Drama ab, das neben dem Klimawandel die Existenz kommender Generationen wesentlich bestimmen wird.

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Innere Umpolung

Wenn man grundsätzlich einen kritischen Blick hat, dann bietet das Deutsche Ärzteblatt fast wöchentlich Anlass zum Meckern.

In der Ausgabe 33-34 vom 17.8.15 findet sich ein Artikel „Indikation als Kernstück der ärztlichen Identität“. Darin wird eine Stellungnahme der Bundesärztekammer (BÄK) zum Spannungsfeld zwischen medizinischer Indikationsstellung und Ökonomisierung vorgestellt.

Mein Erstaunen kam durch die Tatsache, dass die BÄK als höchste Instanz der deutschen Ärzteschaft offensichtlich Handlungsbedarf darin sieht, uns Ärzten unsere Verpflichtungen den Patienten gegenüber in Erinnerung zu rufen. Was passiert da draußen in der Beziehung Arzt-Patient, daß so etwas nötig ist?

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Stress in der Sprechstunde

Der sogenannte „informierte“ oder „mündige Patient“ ist ein immer wieder aktuelles Thema bei Ärzten, Patientenvertretungen, Krankenkassen, Gesundheitspolitikern und in den Medien. Er (und sie) scheint ein völlig neues Phänomen zu sein. Obwohl wir uns auch vor dem Internet-Zeitalter gut über Diagnostik und Therapie von Erkrankungen informieren konnten. Vermutlich wird mit dem Begriff auf die Patienten verwiesen, die mit Halbwahrheiten aus Gesundheitsforen und Laien-Blogs in die Arzt-Sprechstunde gehen.

In einer wissenschaftlichen Studie wurde jüngst die Meinung niedergelassener Ärzte zum informierten Patienten per online-Befragung erhoben. Zwei Drittel dieser Ärzte sahen das Arzt-Patient-Verhältnis durch externe Vorinformationen nicht belastet. Doch jeder dritte befragte Arzt sah das anders.

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